HUK's ELEVEN "RESCUED FROM THE DRAWER"   DeHai 0117 
play arrangements by Hansueli Krähenbühl

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HUK's ELEVEN "Rescued From The Drawer"   spotify   amazon   itunes   google play

Hansueli Krähenbühl** tp/flh, Sandro Häsler* tp/flh, Rolf Häsler ss/as, Fredi Krähenbühl ts/fl, Ivo Prato ts, Cornel Studach bs, Vincent Lachat  tb, Stephan Urwyler g, Jérôme De Carli p, Hans Ermel b, Roland Bürki dr
HUK's ELEVEN
01 - Lady Bird *  (Tadd Dameron) 3:44
02 - Love For Sale *  (Cole Porter) 5:25
03 - S'posin' I Should Fall in Love With You **  (Paul Denneker) 5:39
04 - The Nearness of You **  (Washington - Carmichael) 6:28
05 - You'd Be So Nice To Come Home To **  (Cole Porter) 4:40
06 - Tanga *  (Dizzy Gillespie) 4:49
07 - Soon **  (George & Ira Gershwin) 3:58
08 - It Might As Well Be Spring *  (Hammerstein - Rodgers) 3:44
09 - Indian Summer */**  (Victor Herbert) 5:51
10 - Valse Hot *  (Sonny Rollins) 4:08
11 - On A Slow Boat To China **  (Frank Loesser) 3:59
12 - Groove Merchant *  (Jerome Richardson) 5:46
13 - Days of Wine and Roses **  (Henry Mancini) 4:55

...My favorite songs  on the CD are “Lady Bird”, “Tanga” and “It Might as Well Be Spring”. “Tanga” comes with a nice Latin groove and “It Might as Well Be Spring” has a very nice even a little bit greasy saxophone section, but I like that.
The rhythm section is playing very well together, piano and guitar give each other the necessary space and Stephan Urwyler on guitar is given extra room to improvise multiple times. Not bad for a band with so many horns.
So overall, I like the CD, the arrangements are nice and easy, very well played, the sound of the CD is also very well mixed and balanced, so a clear recommendation from me...
michaelsjazzblog.com
....das Ergebnis rechtfertigt den Aufwand: Das Album bietet leichtfüssig locker swingende Musik mit einer entspannten Rhythmusgruppe und gekonnt ineinandergreifenden Bläsern. Das Püntchen auf dem i sind die Soli, in denen die individuelle Klasse der Beteiligten aufblitzt.
Georg Modestin / jazz'n'more
 I'm 'winging' this one as the notes are in German - the language spoken in the Interlaken area of Switzerland where this band is based.
It would seem that Krähenbühl wrote these charts some years ago before consigning them to a drawer where they lay gathering dust until, earlier this year, he rescued them, hence the title. They were well worth the rescuing. Imaginative arrangements of standards that swing comfortably, punctuated with splendid solos throughout. I'm not always sure which of the two tenors solo on what. It doesn't matter, they tick the Ducal boxes - do wah do wah do wah. The overall feel is that of a West Coast session by Shorty Rogers or Marty Paich although there is a warmer atmosphere than was the norm in LA back then.
A stellar selection and not an alpenhorn or a yodeller in sight!
Lance-bebobspokenher UK

Kannst du uns etwas über Deine Person sagen?
Ich heisse Hansueli Krähenbühl und bin 1942 in Zug geboren. An der städtischen Musikschule lernte ich Trompete spielen und zusätzlich wurde ich noch für 6 Jahre in den Klavierunterricht geschickt.
Wie bist Du zum  Jazz gekommen?
Während meiner Zeit an der Kantonsschule war „alter“ Jazz ein Hauptthema unter uns Schülern. Entsprechend wurde zur Musik auch „gehottet“, wie wir den Jitterbug-ähnlichen Tanzstil nannten. Und da mein Bruder Fredi schon bald einer Dixieland Band als Pianist beitrat, ging es nicht lange, bis ich auch in einer Jazzband als Trompeter Aufnahme fand. Die meisten von uns hatten wenig musikalische Ausbildung, wir spielten einfach was wir hörten und manchmal war das gar nicht so schlecht.
Wie ging’s dann weiter als aktiver Jazzer?
Nach der Kantizeit löste sich meine Band auf. Die meisten gingen in die RS oder ins Ausland. Auch ich ging nach 2 Jahren Arbeit in Zürich ins Ausland. Zuerst nach London, dann nach Paris, dann nach  Genf. Fast 10 Jahre später, als ich wieder zurück in Zug war, nahm mich René Twerenbold in sein Quintett auf. Wir hatten eine sehr schöne Zeit zusammen und spielten auch mit Auszeichnung am Amateur Jazz Festival 1969 in Zürich. Leider erlaubten mir meine geschäftlichen Aufgaben, vor allem Reisen ins Ausland, nicht mehr, aktiv zu bleiben. Erst viele Jahre später, als es etwas ruhiger wurde, trat ich einer Big Band bei. Das war die LR - Big Band in Cham, wo ich fast 10 Jahre 3. oder 4. Trompete spielte. Später war ich bei der Luzerner Big Band 78 (heute Intercity Jazz Orchestra) und bei René Twerenbolds „Witchtower“ Big Band aus Sarnen.
Hattest Du nie eine eigene Band?
Nein, eigentlich nicht. Ich spielte sporadisch in Dixieland Formationen. Einmal über fast 2 Jahre bei der „Golden Years Jazz Band“. Mit meinem Bruder Fredi gab es ab und zu ein schönes, kurzfristig abgemachtes Konzert mit Freunden wie Roberto Bossard, Paul Haag, Elmar Frey, Alberto Canonico, Tuttilo Odermattetc. in der Zuger Umgebung. Da spielten wir meistens Standards.
Wie bist Du zum Arrangieren gekommen?
Das war zu der Zeit bei der LR Big Band. Eines Tages hatte ich die Idee, selbst ein Arrangement mitzubringen. Es war eine Mischung von Transkription und Arrangement, abgeleitet von einem Stück  von einer grossen Paul Newman Band. Meine Arbeit war absolut unbrauchbar! Später kam mir die LP „The Birth Of A Band“ von Quincy Jones in die Finger. Ich war tief beeindruckt vom Sound, den Quincy Jones herzauberte und die phantastischen Soli der Cats warfen mich um. Nachdem alle Bemühungen, Sheetmusic von diesen Aufnahmen aufzutreiben, vergebens waren, startete ich einen eigenen Versuch. Diesmal ging ich vorsichtiger ans Werk, es sollte nur eine Transkription sein. Zuerst besorgte ich mir einschlägiges Notenmaterial von allen Stücken, die ich herausschreiben wollte. Dann kaufte ich diverse Bücher mit Thema Arrangieren, z. B.  „Inside The Score“,  aber auch die Ausgaben von Sammy Nestico, Bill Dobbins, Marc Levine und Fred Sturm.
Oftmals sass ich bis weit in die Nacht hinein am Plattenspieler, Kopfhörer aufgesetzt, Tonarm runter - Tonarm hoch und versuchte, Ton für Ton zu fixieren und auf Papier zu bringen. Ja, auf Papier (!!)mit Bleistift und Gummi! Da gab’s noch keine Computer! Die Melodietöne waren relativ einfach herauszufinden. Mit Hilfe des inzwischen angeeigneten Wissens über Akkordaufbau und Harmonien, gelang es mir recht gut, auch die restlichen, wenig heraushörbaren Töne richtig zu setzen.
Hast Du beim Arrangieren gewisse Vorbilder?
Alle sind mein Vorbild! Es gibt keine schlechten Arrangeure! Eines gebe ich gerne zu; wenn ich an einem Stück arbeite, nehme ich mir viel Zeit und höre erst einmal alles Musikmaterial ab, was ich zusammentragen kann. Je nachdem lasse ich mich gerne von der einen oder anderen Version inspirieren und übernehme eine Idee oder eine Phrase.
Wurden Deine Arrangements dann auch gespielt?
Ja, sämtliche Transkriptionen aus der Quincy Jones LP, später auch eigene neue Arrangements, wurden von der LR Big Band gespielt. Auch mit der Luzerner  Big Band 78 spielten wir mehrere Stücke von mir. Vor ein paar Jahren nahm Mario Schneeberger zwei Quincy Jones Nummern mit seiner NERLY Big Band aus Erfurt auf CD auf. Auch kleinere Sachen, die ich für diverse Dixieland Bands geschrieben habe, werden meines Wissens immer noch gespielt.
Wie ist es zu HUK’s Eleven gekommen?
Das Wichtigste steht in der CD. Wie dort erwähnt, brachte ich seit Jahren Arrangements zum Workshop von Rolf Häsler in Interlaken. Die Anregung, eine CD aufzunehmen, kam mehrheitliche von den Kurslehrern und als die Idee zur Produktion einer CD dann konkret wurde, waren diese auch gerne bereit, an dem Projekt mitzuarbeiten. Mein Bruder Fredi, Roland Bürki, Cornel Studach und Ivo Prato kamen hinzu. Somit besteht die Band aus (fast) allen Kurslehrern, Ivo und 4 Kursteilnehmern, insgesamt 11 Musiker. Der Name HUK besteht aus den Initialen meines Namens. Auch meine Mailadresse lautet auf hu.k @ …….  So entstand HUK’s Eleven, tönt doch gut, oder?
Wie geht es weiter?
Wir hatten alle viel Spass an diesem Projekt und den Aufnahmen und wir sind stolz auf die vorliegende CD. Wir werden deshalb mit Sicherheit in diesem und im nächsten Jahr an verschiedenen Orten auftreten und das ganze Album „live“ vortragen!
Hansueli Krähenbühl in Honkong Hansueli Krähenbühl DeHai log